Stop die Blog-Zeitverschwendung

Ich hab Null Blog und es ist ok

Meine armen Blogs. Von Doppelt Schmeckt Besser über glamgeekgirl.net bis zu diesem hier: Sie sind alle sträflich vernachlässigt. Es ist nicht so, dass mich der Muserich nicht küssen würde, allein es fehlt die Muße, mich hinzusetzen und das alles runterzutippen, was mir durch den Kopf geht. Außerdem bin ich zum Glück mit bezahlter Arbeit gut ausgelastet. 🙂 (Und da ist auch noch was anderes, aber das wär ein Spoiler – stay tuned! Nein, kein Kind, Hochzeit, Haus oder Hund.)

Viele meiner Kundenprojekte sind sehr fragmentiert – ein Mail hier, ein Telefonat da, mal eben dort posten und wieder woanders einen Kommentar beantworten. Die wenigstens Dinge kann man en bloc erledigen – das Erarbeiten von Workshops, Präsentationen oder Reportings sind eine willkommene Ausnahme, auch wenn die Arbeit an sich für viele nicht so verlockend klingt. An manchen Tagen zeigt meine Zeiterfassung 20+ verschiedene Einträge für 5-7 Kunden. Meine Selbstorganisation und To-Do-Verwaltung, ist daher sehr wichtig, aber auch mitunter recht zeitaufwändig.

Kurzum, ich komme schon ziemlich lange nicht zum Bloggen. Das ist sehr schade, was den Gender in Games-Blog betrifft, aber hier, wo ich das Social Media Hütchen aufhab, scheint es auch nicht notwendig zu sein, ständig die neuesten Branchen-News wiederzukäuen – zumindest nicht als Akquise-Maßnahme.

Außerdem, wo sind wir denn bitte!? Wir predigen unseren KundInnen, dass sie einzigartig sein sollen, ihre Nische finden müssen. Und selbst verwursten wir die News über die News aus den Branchenmedien oder gut eingeweihten Blogs bis zum Geht-nicht-mehr. Ich muss gleich an Hader denken …

37 Posts über die Fehde eines rüpelhaften Hotelbesitzers mit einer naiven Influencerin. 243 über den Reichweitenrückgang bei Facebook. Teilweise mit blatanten Copypaste-Fehlern oder stilistisch wie ein Volksschulaufsatz. Oder die Top 5 Tricks für Irgendwas, die sich eigentlich seit der Urzeit der digitalen Kommunikation nicht geändert haben – kenne Deine Zielgruppe, sei relevant, bau keinen Sch***, etc.pp. Momentan mag ich auch die How Tos für Influencer sehr gerne … als gäbe es nicht schon genug zu viele davon. 😉 Und als würde es reichen, 5 Tipps zu befolgen, um eine Karriere aus Cakepops (sorry, bin wohl Lifestylemäßig in 2016 hängengeblieben) und Schminktipps zu machen!

Hin und wieder mal ein Lichtblick mit originärem Content, selbst recherchierten Beispielen oder einer frischen Perspektive, aber eigentlich ist es doch sehr, sehr viel ermüdender Drittverwertungsmüll. Dafür ist mir meine – und Eure – Zeit zu schade! Deshalb muss ich jetzt damit leben, dass ich mich an meine eigenen professionellen Ratschläge nicht halte. Tja, soll ja auch LungenfachärztInnen geben, die rauchen …

Amüsante Stockphotos oder Info-Häppchen gibt’s dafür regelmäßig auf meiner Facebook Page, weil das klappt on the go!

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